JUHR learn

JUHR learn!

Ein Blog von mir, für euch.

Über meine Ausbildung und meine Erfahrungen in der Medienwelt.

 

 


Berufsschule

Müsste ich das Thema Berufsschule in drei Wörtern beschreiben, dann wären diese: Gruppenarbeit, Vertretungsunterricht und Pause. Für jemanden, der 13 Jahre zur Schule gegangen ist und zuletzt sein Abitur gemacht hat, ist die Berufsschule nochmals eine ganz neue Erfahrung.Aber zunächst einmal zu den generellen Fakten meiner Schule. Bevor ich meine Ausbildung startete, hatte ich die Wahl zwischen einer Schule in Köln oder in Düsseldorf. Ich muss ehrlich gestehen, dass mir die Menschen und die Mentalität in Köln sehr gefallen. So fiel die Wahl auch auf die Schule dort.

Das Joseph-Dumont Berufskolleg ist zweigeteilt und so liegt der Hauptsitz der Schule in Nippes und der andere mitten in einem Wohngebiet in Köln Longerich. Das bedeutet für mich anderthalb Stunden Zug- und Straßenbahnfahrt.

Zweimal die Woche muss ich dorthin. Glücklicherweise Donnerstag und Freitag. Somit ist das Wochenende zum Greifen nah. Am Donnerstag kann ich sogar fast ausschlafen, da der Unterricht erst um 9.35 Uhr beginnt. Freitag jedoch um 7.45 Uhr. Fahre ich mit dem Zug, heißt das um 5.00 Uhr aufstehen und um 6.00 Uhr den Zug nehmen. Nach einer Weile habe auch ich gemerkt, dass das auf Dauer an meinen Nerven zerrt. So bin ich jetzt Teil einer Fahrgemeinschaft und fahre mit dem Auto.

Bei meiner Klasse kann ich sagen, dass ich noch nie so eine tolle Gemeinschaft erlebt habe. Sie ist sehr vielfältig mit ganz unterschiedlichen Charakteren. Es verstehen sich alle und es gibt nicht die typische Grüppchenbildung. Somit versteht sich auch jeder mit der vierfachen Mutter, die immerhin fast doppelt so alt ist wie die meisten von uns. Die einen haben schon fertig studiert, bei anderen ist es schon die zweite Ausbildung. Die meisten kommen aber, genau wie ich, frisch aus dem Abitur. Und genau das ist eine sehr große Umstellung. Egal ob man sein Abitur auf einem Gymnasium oder einer Gesamtschule gemacht hat, es herrschte zuletzt ein gewisser Lerndruck. Jetzt fragt ihr euch vielleicht, was an einer Berufsschule anders ist …

Mir ist bewusst, dass ich grade einmal 4 Monate an dieser Schule bin und noch einiges auf mich zukommt. Aber was wir bis jetzt machen ist echt ... naja ... nennen wir es mal unterfordernd.

In diesen drei Monaten Schule hatten ich vielleicht einen Tag genau so Unterricht, wie es auf dem Plan steht.

Durch neue Gesetze ist die Schule verpflichtet keinen Unterricht mehr ausfallen zulassen. Das bedeutet Vertretungsunterricht. Ist dann aber dieser Lehrer auch krank, kann es schonmal vorkommen, und das ist hier keine Seltenheit, dass wir 4 Stunden ohne Lehrer in dem Raum sitzen. Natürlich bekommen wir Lernaufträge. Meistens sind es Aufgaben, die wir alle schon längst fertig hatten oder Gruppenarbeit. Ja, die schöne Gruppenarbeit.

Zu meiner Abi-Zeit war es etwas Besonderes, wenn wir zusammen arbeiten konnten. Was wir trotzdem alle wussten: Das wird nichts. Wir haben viel zu viel zu erzählen, als dass wir uns wirklich ernsthaft hinsetzten könnten und zusammen arbeiten würden. Sind wir dann noch komplett alleine ...jeder kann sich denken, denke ich mal jeder denken, wie das Ganze dann aussieht.

Je nach Lehrer und Fach ist es natürlich unterschiedlich. Unsere Deutsch- und Politik-Lehrerin zum Beispiel ist ziemlich auf Zack. Bei ihr macht der Unterricht richtig Spaß. Bei einem anderen Lehrer könnte ich regelrecht einschlafen. Während wir früher fünf Themen in einer Stunde besprochen haben, bespricht er ein Thema in fünf Stunden. Und das nicht, weil das Thema so umfangreich ist, sondern weil er so lahm ist, dass man am Ende des Themas schon gar nicht mehr weiß, worüber man am Anfang eigentlich gesprochen hat. :D

Bald stehen unsere nächsten Klausuren an. Darauf bin ich sehr gespannt. Ein weiterer Punkt, der anders ablaufen wird, als ich es gewohnt bin. Wir schreiben keine fünf Stunden langen Klausuren mit etlichen Klausurbögen. Nein. Jetzt gibt es zwei Stunden lang Multiple-Choice-Aufgaben. Wenn ich ehrlich bin, freue ich mich sogar darauf.

In der Klasse planen wir gerade unseren Wandertag für 2018. Da wir uns alle so gut verstehen, könnte es sogar ein längerer Ausflug mit Übernachtung werden.

 

Ich bleibe gespannt, was als Nächstes auf mich zu kommt. Und halte euch selbstverständlich auf dem Laufenden.

 

Alles Liebe xoxo Elena

 

 


Über mich

Hallo meine Lieben,

in diesem Blog werdet ihr alles über meine Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print, sowie über mich und mein Leben erfahren. Wer sich dafür interessiert, ist hier genau richtig!

Ich möchte mich zunächst einmal vorstellen. Mein Name ist Elena, ich bin 19 Jahre alt und komme aus Solingen. Seit September 2017 bin ich Auszubildende bei JUHRmade in Wipperfürth. Dazu erzähle ich euch später mehr.

Interessant ist es vielleicht, wie ich dazu kam, diese Ausbildung zu machen.

 

Alles begann mit der Wahl zur Miss Zöpfchen 2015. Dies ist eine Wahl, bei der sich alle Solinger Mädchen ab 16 Jahren bewerben können und durch eine Leserwahl des Solinger Tageblattes zur „Miss Zöpfchen“ gekürt werden können. Hierbei wird man zur Repräsentantin der Stadt, geht auf viele Veranstaltungen und bekommt zusätzlich Geschenke.

In diesem Jahr hatte ich es tatsächlich geschafft. Das darauf folgende Interview mit Daniel und Sandra Juhr für das Quatschkopf-Magazin war der erste Schritt Richtung Ausbildung.

Sie fragten mich, was ich für die Zukunft geplant habe. Ich erzählte ihnen, dass ich mich sehr für Medien interessiere.

Ohne zu zögern lud mich Sandra ein einfach mal für sie als freie Mitarbeiterin zu schreiben. So kam es, dass ich zwei Jahre lang für diverse Magazine, die von den beiden geleitet werden, geschrieben habe.

Trotz alle dem stand für mich fest, dass ich nach meinem Abitur ein duales Studium in Journalismus und Unternehmenskommunikation in Köln antreten würde.

Dass mich Daniel irgendwann mitten auf dem Kaufparkparkplatz anrufen und mir eine Ausbildung anbieten würde, hätte ich so nicht gedacht.

Meine ganze Planung hinfällig … alles drehte sich … was sollte ich tun?

Ich hatte mir doch alles anders ausgemalt … würden sie sauer sein, wenn ich nein sagen würde?

Alles Gedanken, die in Minutenschnelle durch meinen Kopf jagten. Ich fühlte mich sehr geschmeichelt. Denn wenn man mir diese Chance geben würde, musste ich ja irgendwas richtig machen.

Ich konnte mich nicht direkt entscheiden und so ging ich eine Woche zur Probe studieren. Dann wollte ich meinen Bauch entscheiden lassen.

Wie ihr wisst, habe ich mich für die Ausbildung bei JUHRmade entschieden. Bei zwei Menschen, die ihren Traum leben und wissen, wie man schreibt. Dieses Schreiben wollte ich lernen. Und so entschloss ich mich jeden Tag Hundert Kilometer zu fahren, um genau das zu tun.

Bis jetzt habe ich viel gelernt: Den ersten Klappentext für einen Krimi geschrieben, drei ganze Magazine mit herausgebracht, eine Webseite gestaltet und eine Mikrowelle aufgebaut …

 

Ich bin sehr gespannt, was noch so alles auf mich zukommt.

Ich hoffe, ihr auch und wir sehen uns beim nächsten Blogeintrag.

Alles liebe xoxo Elena